Schulgarten

Der Schulgarten ist im Schuljahr 2010/11 aus seinem „Unkrautgrasschlaf“ erwacht, als im Zuge der WUV-Kurse begonnen wurde, darin „herum zu ackern“. Dann begann Sabine Weiche (Lehrerin) im Schuljahr 2011/12 ein Ehrenamtlichenprojekt mit den Sechstklässlern der Schule und bot selbst ehrenamtlich mit einer Mutter immer mittwochs „Schulgarten“ von 14 bis 16 Uhr an. Daraus erwuchs gegen Ende 2011 das Projekt "Pflanzen-ernten-zubereiten-essen – Kooperation geht durch den Magen". Es kamen immer mehr Jüngere, Ältere und auch Eltern dazu, in wechselnder Zahl, aber immer voller Eifer und Tatendrang. Außerdem nutzen die Kinder des Netzwerkhortes unter Begleitung von  den Schulgarten täglich bzw. Mittwochs in der AG.

Der Schulgarten soll als Nahrungsquelle und Quelle für Rezepte und Heilmittel genutzt werden. Gemeinsam mit allen Beteiligten wird Gemüse und Obstsorten, Kräuter und Blumen ausgewählt und gepflanzt. Arbeitsteilig pflegen die Kinder & Mitwirkenden den Garten, legen Beete an, jäten Unkraut, pflanzen, erfahren etwas über das Zusammenspiel und die Eigenschaften von Pflanzen, entdecken Tiere, regionale und heimische Pflanzen, ernten, bereiten das Essen vor und kochen zusammen. Es wird Lagerfeuer, Stockbrot angeboten und die gemeinsame Arbeit beim Blick auf den wunderschönen Garten genossen. Die Kinder sind ebenso stolz wie die Erwachsenen.

Ziel ist das Annähern von Natur und Kindern in der Stadt, das Kennenlernen der Herkunft von Nahrung, das Rückbesinnen auf die Kräfte der Natur, gemeinsame Arbeit, gemeinsames Kochen, gemeinsames Verantworten von Abläufen:
Die Kinder erleben einen Prozess der viel Wissen, Gemeinsamkeit, Verantwortung, Selbstwirksamkeit, Vertrauen und Miteinander beinhaltet.
Alle Beteiligten entscheiden und gestalten mit, erleben die Arbeit als demokratischen Prozess von Absprachen, von Dingen, die auch ungern getan werden, von Erfolgen und Rückschlägen und dem gemeinsamen Umgang damit. Sie erfahren das Wachsen, das Kennen lernen der regionalen Pflanzen- und Nutzpflanzenvielfalt und ihrer Bedürfnisse, erfahren etwas über das Leben, über Warten, sich freuen und gemeinsam das Gehegte genießen. Dabei ist es stets wichtig, dass die SchülerInnen die praktische Arbeit und die damit verbundenen Erfahrungen und Kompetenzen im Team als Stärkung erfahren, die ihnen neben der Schule die Möglichkeit gibt, Wissen zu erlangen in den unterschiedlichsten Bereichen. Das Wertschätzen von gesundem Essen, gemeinsames Essen und gemeinsamer Arbeit, das Stärken des Selbst, letztendlich durch den Magen und die verantwortungsvolle Einbindung der Beteiligten, steht im Vordergrund. An verregneten Mittwochen haben die Kinder Schilder getöpfert, Vogel- und Schmetterlingstränken gestaltet. Auch der Jugendclub kümmert sich jeden Donnerstag um den Schulgarten.

Wir sind eine große „grüne“ Familie geworden.